Wetter Klima aktuell

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Polares Eis und Schnee Nordhemisphäre

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Schnee

Meere Meeresspiegel

Nordatlantische Oszillation NAO und Pazifisch Dekadische Oszillation PDO

Fakten

Eis-Schnee Nordhemisphäre

Eistypen Arktis

Meereisdrift Arktis

Mosaic Expedition Polarstern

Eine schöne Grafik ist auf dem Meereisportal des AWI veröffentlicht worden:

Allerdings hat sie außer einer tagebuchmäßigen Aufzeichnung wohl keinen tieferen Sinn, denn die Positionen beider Schiffe waren an diesen Tagen nicht gleich und lagen viele hundert Seemeilen auseinander. Wesentlich interessanter wäre da eine positionsgenau übereinstimmende Darstellung gewesen.

Meereisdrift Antarktis

Die aktuellen Daten des Alfred Wegener Instituts (AWI) und der Uni Bremen:                                                                 

         

Arktische Eis-Entwicklung seit 2007

Derzeit bewegt sich die Eisausdehnung der Arktis im Bereich des  Minimums der Ausdehnung zwischen 1981 und 2010.

Aber: Es gibt keinen weiteren Trend zu größerer negativer Abweichung. Im Gegenteil: 2007, sowie in den letzten 8 Jahren gab es weniger Eis als 2020! Es ist durchaus möglich dass für das derzeitige Eisminimum auch Ruß- und Staubeintrag von den Kontinenten der Nordhemisphäre verantwortlich sein kann.

Darüber hinaus, gibt es viele Berichte von der Seefahrt der letzten Jahrhunderte, die auf eine noch geringere Eisbedeckung schließen lassen.

Interessant ist dazu folgende Darstellung:

Neuere Eiskarten beginnen mit einer Darstellung im Jahr 1979 und zeigen seitdem einen Rückgang der Eisausdehnung, wie man leicht sieht mit bisherigen Minima in den Jahren 2007 und 2012, die außer im Jahr 2019 nicht erreicht wurden.

Verlängert man diesen Zeitraum auf die Jahre bis 1972 in die Vergangenheit mit Daten aus dem IPCC_Bericht von 1990 so ergibt sich:

(mit freundlicher Genehmigung: Daniel Altorfer)

 

 In der Darstellung sind Daten seit 1972 (aus: IPCC Bericht von 1990  (ipcc_far_wg_I_chapter_07, S.224) vorhanden, statt erst wie in der heutzutage veröffentlichten Darstellung weiter oben , wo mit dem Maximum der Jahre 1979 und 1980 die Grafik gestartet wurde, um dem Eisrückgang seit 1980 eine größere Bedeutung zu geben.

Gleichzeitig wird ausgeblendet und somit verschwiegen, dass um das Jahr 1974 bereits deutlich weniger Eis beobachtet wurde als im gesamten Zeitraum bis 1990 und wenn man sich die Einzelwerte der längeren Grafik auschaut, wurden erst um 2007 die Tiefstwerte von 1974 wieder erreicht oder unterschritten
Wenn man sich dann noch vergegenwärtigt, dass zwischen 1960 und 1980 eine kältere Periode der Artis, die wärmere Periode zwischen 1930 und 1960 ablöste, ist nicht auszuschließen, dass in der wärmeren Zeit der Arktis zwischen 1930 und 1960 ähnlich geringe Eisbedeckung wie heute geherrscht hat. Aber das bleibt im Augenblick Spekulation.
 
 
 
Alekseev et al 2015 hat allerdings eine Rekonstruktion der Eisverhältnisse in der Arktis mit Hilfe von Temperaturreihen seit 1900 versucht und oben stehende Grafik damit erstellt. Hier sieht man deutlich einen Rückgang der berechneten Eisbedeckung Ende der 20er Jahre, wobei in der wärmeren Zeit der Arktis bis etwa 1960 ähnlich wenig Eis wie in den letzten Jahren, also nach 2005 vorhanden war!
 
Damit wird der im mainstream kursierende "einzigartige" Eisrückgang in der Arktis um einiges relativiert.

In der Antarktis nähert sich die Eisausdehnung immer wieder einmal dem Mittelwert zwischen 1981 und 2010. Die graue Linie am oberen Rand stammt von 2015 bzw. 2014! Nachdem die Eisbedeckung rund um die Antarktis in den Jahren zuvor Maximalwerte aufwies  wurden dann Ende 2016 hier Negativrekorde aufgestellt, worauf sich dann die Sensationsmedien stürzten.  Es handelt sich also um unregelmäßige Schwankungen.

Bei dieser Gelegenheit ist es auch interessant, die Daten des IPCC aus dem Jahr 1990 (s.o) von Arktis (oben) und Antarktis (unten) gegenüberzustellen:

Ein sehr bedeutendes und ziemlich eindeutiges Verhalten der Eisverhältnisse beider Pole!

Minima der Eisbedeckung der Arktis und Maxima in der Antarktis traten jeweils zeitgleich an den Polen auf und umgekehrt, wenn man den Zeitraum bis in die heutige Zeit erweitert, sieht es so aus als bestätige sich dieser Trend.

In den beiden folgenden Grafiken sind die Monate mit der geringsten Meereisausdehnung (September in der Arktis und März in der Antarktis ) gegenübergestellt:

Gleichzeitig steht im hier abgebildeten Langzeittrend einer Eisabnahme der Arktis eine Eiszunahme der Antarktis gegenüber.

Was diese gegenläufige Vereisungsstärke an beiden Polen verursacht, ist nicht geklärt, aber als Verursacher zu vermuten, wäre das weltumspannende Fördersystem der Ozeane.

 

Auch für die Antarktis zeigt folgende mit IPCC-Daten von 1990 bis 1972 zurück erweiterte Grafik (mit freundlicher Genehmigung: Daniel Altorfer) eine Eisausdehnung, die einfach nur kräftigen Schwankungen unterlegen ist und keinerlei eindeutigen Trend zeigt.

Allerdings konnte über 25 Jahre hinweg von 1990 bis 2015 ein stetiger Anstieg der Meereisbedeckung im Antarktischen Ozean beobachtet werden. Eine antizyklische Bewgung zur Eisentwicklung in der Arktis (s.o.)

 

Nimmt man die Temperaturdaten der Deutschen Antarktis-Station Neumayer in der Antarktis zum Vergleich hinzu, so hat das AWI neben den kräftigen Schwankungen in der folgenden Grafik sogar einen leichten linearen negativen Trend entdeckt!

Hier die bereits veraltete Grafik mit letztem Wert von 2017 und einem dazu gehörigen Kommentar des Bearbeiters beim AWI (Alfred Wegener Institut Bremerhaven)

 

Der Nachsatz klingt fast wie eine Entschuldigung, dass die Temperatur auf Neumayer nicht dem Globalen Klima folgt!

 

Unten ein update mit der Ergänzung der Daten bis 2019 aus dem NASA Giss Daten Pool

wobei 2019 der dritt-tiefste Wert seit 1980 eintrat, also das Gegenteil von Erwärmung heißt Abkühlung!

Der negative Trend, der oben 2017 vom AWI entschuldigend kommentiert wurde, setzte sich in den Jahren 2018 und 2019 weiter fort!

Antarktis Eis Dez2018 Abweichung

https://www.meereisportal.de/fileadmin/user_upload/www.meereisportal.de/_processed_/2/1/csm_vergleich_der_eiskanten_dezember_2018_antarktis_8dd3c74bd4.png

Einen Rückblick in die Geschichte des Küsteneises in Island findet man bei Koch, East Greenland Ice, 1945.

Den Faden hat auch H. Lamb, Climate, History and the mordern World,1982 aufgenommen. In seiner Darstellung wurde die Grafik mit Daten des Isländischen Wetterdienstes bis 1975 erweitert:

Neben dem kräftigen Anstieg der Vereisungs-Ereignisse von 1930 bis 1975 sieht man auch die eisarmen bzw. eislosen Zeiten während der Mittelalterlichen Wärmeperiode sowie die Häufigkeit des Küsteneises während der Kleinen Eiszeit.

Spitzbergen

Spitzbergen, aktuelle Eisausdehnung,

die sich in diesem Winterhalbjahr lange Zeit um den Mittelwert der Jahre 1981 bis 2010 herum aufhielt und von März bis Mai 2020 unbeachtet von den Medien zeitweise nahe an die Maximalwerte seit 1981 herankam! Offensichtlich alles eine Frage von Meeresströmungen oder Eisdrift!?

vom Norwegian Meteorological Institute

Polares Eis

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Fakten

Kanada

Polares Eis

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Meere Meeresspiegel

Nordatlantische Oszillation NAO und Pazifisch Dekadische Oszillation PDO

Fakten

Eis-Entwicklung Kanadische Arktis Animation letzte 10Tage

                                     Eisentwicklung Große Seen

November bis Mai 1981 bis 2020              November 2019 bis Mai 2020

im Vergleich zum Mittel 1981 bis 2010    (Stand: 14.05.2020)

Die Eisausdehnung der Großen Seen lag im letzten Winter 2019/2020 deutlich unter dem Mittelwert der Jahre 1980 bis 2010. Über den gesamten Beobachtungszeitraum ist aber kein eindeutiger Trend zu erkennen. Allerdings haben die Werte eine große Schwankungsbreite. Winter mit geringer Eisbedeckung traten im gesamten Zeitraum immer wieder auf. Beachtenswert ist der Maximalwert der gesamten Reihe, der erst vor wenigen Jahren im Winter 2013/14 auftrat, gefolgt vom 3. höchsten Wert der Gesamtreihe im Winter 2014/15!

 

                           Eisentwicklung Kanadische Ostküste

November bis Juli --- 1981 bis 2020              November 2019 bis Juli 2020

im Vergleich zum Mittel 1981 bis 2010   (Stand: 16.07.2020)

Die Eisausdehnung an der Kanadischen Ostküste lag in den letzten 5 Wintern unter dem Mittelwert der Jahre 1981 bis 2010. Ein eindeutiger Trend ist aber in gesamten Zeitraum nicht zu erkennen. Der Wert des letzten Winters 2019/2020 ist mit dem 1. Wert der Reihe von 1980/81 nahezu identisch. Der Vorjahreswert 2018/19 überstieg sogar beide Jahre des Anfangszeitraums 1980/81 sowie1981/82. Der Winterausklang im Juli 2020 lag im Bereich des Normalwertes 1981 bis 2010.

Der Zeitraum zwischen 1982/83 und 1994/95 war in diesem Gebiet der Kanadischen Ostküste durch großen Eisreichtum gekennzeichnet, während ein Minimum der Reihe in die Winter 2009/10 und 2010/11 fiel. Aber auch die Winter 2013/14 und 2014/15 lagen wieder über dem vieljährigen Mittelwert.

 

                            Eisentwicklung Hudson Bay

Juni bis November 1981 bis 2020             Juni bis November 2020

im Vergleich zum Mittel 1981 bis 2010    (Stand: 24.08.2020)

Die Eisausdehnung der Hudson Bay liegt 2020 im Bereich des Mittelwertes der Jahre 1981 bis 2010. Über den gesamten Beobachtungszeitraum hinweg ist auch kein eindeutiger Trend zu erkennen. Der Winterausklang im Juli 2020 lag im Bereich des Normalwertes 1981 bis 2010.

Der Zeitraum zwischen 1982 und 1993 war in diesem Gebiet der Hudson Bay durch großen Eisreichtum gekennzeichnet, während Minima der Reihe in die Jahre 1999 und 2010 fielen.

                              Eisentwicklung Östliche Arktis

 Juni bis November 1981 bis 2020            Juni bis November 2020

im Vergleich zum Mittel 1981 bis 2010    (Stand: 24.08.2020)

Die Eisausdehnung der Östlichen Arktis lag im letztenJahr 2019 deutlich unter dem Mittelwert der Jahre 1981 bis 2010 und beginnt auch 2020 mit einem unterdurchschnittlichen Verlauf. Der Zeitraum zwischen 1982 und 1997 war in diesem Gebiet der Östlichen Arktis Kanadas mit nur kurzen Unterbrechungen durch großen Eisreichtum gekennzeichnet. Die Jahre 2015 und 2017 lagen wieder über bzw. nahe am vieljährigen Mittelwert. Über den gesamten Beobachtungszeitraum hinweg ist ein leicht rückläufiger Trend zu erkennen.

 

                              Eisentwicklung Westliche Arktis

Juni bis November 1981 bis 2020             Juni bis November 2020

im Vergleich zum Mittel 1981 bis 2010     (Stand: 24.08.2020)

Das Jahr 2020 beginnt bei der Eisausdehnung der Westlichen Arktis mit einem durchschnittlichen Verlauf und wurde im Sommer 2020 leicht unterdurchschnittlich. Sie lag im letzten Jahr 2019 deutlich unter dem Mittelwert der Jahre 1981 bis 2010.  Der Zeitraum zwischen 1983 und 1996 war in diesem Gebiet der Östlichen Arktis Kanadas mit kurzen Unterbrechungen durch großen Eisreichtum gekennzeichnet. Über den gesamten Beobachtungszeitraum hinweg ist ein leicht rückläufiger, aber kein gleichförmiger Trend zu erkennen, Der Minimalwert trat 1998 auf!

Ostsee

Polares Eis

Grönland

Kanada

Ostsee

Meere Meeresspiegel

Nordatlantische Oszillation NAO und Pazifisch Dekadische Oszillation PDO

Fakten

Eis-Entwicklung Ostsee aktuell

Die folgenden Grafiken zeigen die Eisverhältnisse für Nord- (seit 1897) und Ostsee (seit1979)

Es ist hier ist kein eindeutiger Trend zu erkennen. Auch hier sind Klimaschwankungen zu sehen mit einem Maximum Anfang der 40er Jahre sowie im Jahrhundertwinter 1962/63 und geringeren Eisbedeckungen Anfang des Jahrhunderts (um 1900), die den jetzigen niedrigen Werten nahekommen:

Eisvolumensumme für die Nordsee (1897-2013)

Eisvolumensumme für die Ostsee (1879-2013)

Der Eiswinter 2012/13 an den deutschen Nord- und Ostseeküsten sowie eine kurze
Beschreibung der Eisverhältnisse im gesamten Ostseebereich
Natalija Schmelzer Jürgen Holfort Eisdienst, BSH Rostock und Toni Düskau Universität Marburg

Fakten

Meere

Werden die Meere immer wämer?

Anomalien der Wasseroberflächentemperatur Welt GFS aktuell

Wassertemperatur Anomalien Welt Animation letzte 7 Wochen.

Es handelt sich um Anomalien und man sieht, dass die negativen Abweichungen ziemlich großen Raum einnehmen und das gegenüber einem Klimamittel aus dem letzten ("noch kalten") Jahrhundert!

Brrr. ziemlich kalt, oder?

Eine Globe Übersicht über aktuelle und vorhergesagte Temperaturen der Meeresoberfläche bietet die NOAA auf ihrer Seite

 

 

Auf der selben Seite sind auch Grafiken über den Salzgehalt der Meere zu finden:

 

Und wie sieht es unter der Meeresoberfläche aus?

El Niño Übergang zu el Niña 3d aktuell

SST Pazifik 30°N bis 30°Süd Wochenmittel seit 12 Wochen

SST Anomalien Pazifik 30°N bis 30°Süd Wochenmittel seit 12 Wochen

SST Pazifik Wochenmittel bis 450m Tiefe seit 12 Wochen

NAO Erläuterung Wikipedia

NAO seit 1870

Nordatlantische Oszillation Pazifische Dekadenoszillation

NAO seit 1950

El NinJo Seite der NOAA

PNA seit 1950

SST Anomalie Pazifik Wochenmittel bis 450m Tiefe seit 12 Wochen

 

 

http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/analysis_monitoring/ocean/anim/wkxzteq_anm.gif

SST Anomalie äquatorialer Pazifik Wochenmittel bis 450m Tiefe seit 12 Wochen

Nach den letzten starken El Ninjo-Ereignissen 1998 und 2015 war es ziemlich kalt unter der Oberfläche.

In den letzten Wochen 2018 kündigte sich möglicherweise eine neue El-Ninjo Phase im tropischen Pazifik an,

die zwischendurch aber wieder abflaut, so dass auch wieder blaue, also kühlere Bereiche auftauchen.

Bisher werden in den Klimamodellen auch die Ozeanischen Zyklen noch zu wenig beachtet.

Die Ozeane reagieren mit ihrer riesigen Ausdehnung besonders auch in der Tiefe sehr langsam und man kommt auf eine Verzögerung von ca. 800 Jahren bei vielen Parametern.

Eine  sehr lesenswerte Arbeit aus den USA vom Januar 2019 in Science (Geoffrey Gebbie ,vom Woods Hole Oceanographic Institution/Peter Huybers von der Harvard University, im Folgenden GH19) trägt den Titel „The Little Ice Age and 20th-centurydeepPacific cooling“.

 

Die Temperaturentwicklung im Pazifik bis in Tiefen von 5500m. Die MWP an der Oberfläche wärmte das Wasser in der Tiefe bis 1300 AD und die folgende Abkühlung der „Kleinen Eiszeit (Little Ice Age, LIA) wirkte später auch kühlend in der Tiefe das Pazifiks. Nach 1750 war der Ozean noch „angewärmt“ und das Abkühlen dauert bis heute an.

Quelle: Supplements Fig. S5 aus GH19

Auch kurzfristiger sieht man ein eindeutiges Auf- und Ab, was man mit einem etwa 60-jährigen Zyklus erklären kann.

AMO (Atlantische Multidekadische Oszillation)

PDO (Pazifische Dekadische Oszillation)

Diese Grafik zeigt die langzeitliche Schwankung von Hitzewellen mit der AMO (Atlantische Multidekadische Oszillation)

PDO Erläuterung Wikipedia

vollständige Oscillation Seite

Fakten

Meeresspiegel

NOAA aktueller Globaler Meeresspiegel, der wohl sehr von der Temperatur und Meeres- und Luftströmungen abhängt.

Auf folgender Seite kann man diese und noch andere Daten abrufen.

Meeresspiegel in der Vergangenheit

Steigt der Meeresspiegel?

Dr. Sylvin H. Müller-Navarra, Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, Hamburg

Der Pegel Cuxhaven zeigt in den letzten 100 Jahren einen Anstieg von etwa 20cm.

Laut ...

JENSEN, J., S. DANGENDORF, T., WAHL & H. STEFFEN (2014): Meeresspiegeländerungen in der Nordsee: Vergangene Entwicklungen und zukünftige Herausforderungen mit einem Fokus auf die Deutsche Bucht. – Hydrologie und Wasserbewirtschaftung 58 (4), 304–323; DOI: 10.5675/HyWa_2014,6_1

...beträgt der Meeresspiegelanstieg in der Nordsee zwischen 1900 und 2011 etwa 1,6mm/Jahr, d.h. 16 cm im gesamten Zeitraum, für die Deutsche Bucht werden 20 cm errechnet. Die Autoren ordnen dabei einen beträchtlichen Anteil, etwa 1/3, den nacheiszeitlichen Landsenkungen sowie lokalen Landsenkungen durch Grundwasser- und/oder Gasentnahme zu. Der Rest ist wohl der Ausdehnung durch eine Erwärmung der Ozeane nach der Kleinen Eiszeit geschuldet, die man auch als Summation stärkerer Sonneneinstrahlung des letzten Jahrhunderts einordnen kann.

D.h. die restlichen 10cm bis 13cm Meeresspiegelanstieg seit 1900 sind dann der natürlichen Wieder-Erwärmung des Ozeans sowie des erneuten Rückgangs der Gletscher, beides im Zeitraum nach der Kleinen Eiszeit, leicht zuzuordnen.

Die Entlastung der Erdkruste nach dem Abschmelzen des bis zu 3km dicken Eispanzers über Skandinavien führt seit dem Ende der Eiszeit zu einer Landhebung (Meersspiegelabsenkung) in Skandinavien und durch den Hebeleffekt zu einer Landabsenkung (Meeresspiegelanstieg) im Bereich des deutschen Nordseeküstengebiets südwestlich der Nulllinie auf der Grafik (hier nicht berücksichtigt)-

beachtenswert die Kurve für Stockholm mit Absinken des Meeresspiegels:

Meeresspiegelanstieg für zu wählende Stationen weltweit

Für viele überbevölkerte Pazifikinseln gilt ebenfalls, dass den derzeitigen Meeresspiegelerhöhungen Senkungen in der näheren Vergangenheit gegenüberstehen und verschiedene Ursachen haben kann.

Bei Tuvalu handelt es sich wie bei vielen Inseln in diesem "Paradies" um Koralleninseln. Man weiß, dass Korallen nur unter Wasser wachsen. Man ist also schon erstaunt, wenn man erfährt, dass Koralleninseln bewohnt sein können.
Das kann dadurch geschehen, dass vor der Besiedlung entweder der Meeresspiegel abgesunken ist oder sich die Erdkruste wie in anderen Bereichen der Erde gehoben hat.
Erst wenn also die Koralleninseln aus den genannten Gründen weit genug aus dem Wasser schauen, könnte man sie besiedeln, aber sie wachsen dann nicht weiter.
Ändert sich die Höhe von sich aus nicht, ist nach der zunehmenden Besiedlung (besonders auch zunehmenden Tourismus ) keine gute Prognose zu stellen: Vermehrter Süßwasserverbrauch (was überhaupt nur durch Regenwasser entstehen kann) lässt allmählich das Salzwasser nachsickern. Außerdem setzt sich das Gerüst der Korallen auch mit der Zeit.

Was für die dort lebende Bevölkerung mit einschneidenden Konsequenzen verbunden ist, kann man in geologischen und geschichtlichen Zeitskalen als "normalen" Vorgang einordnen.

Dieses Bild zeigt die Überschwemmungen mit leider sehr vielen Opfern in New Orleans nach Hurrikan Katrina 2005:

Deutlich ist hier ein Kanal zu sehen, dessen Deiche dem Hochwasser nicht standhielten.

Ursache der verheerenden Auswirkung der Sturmflut:

Vor dem Bau der Stadt und der Regulierung des Mississippi brachte der Fluss riesige Mengen Bodenabtrag und Kies in das Flussdelta, so dass sich dort über Jahrtausende eine nur teilweise verfestigte Landmasse bildete, auf der dann irgendwann die Stadt gebaut wurde. Nach der Regulierung des Flusses wird nun das Material weiter hinaus in den Golf hineingespült, wenn nicht noch von Baggern nachgeholfen wird. Der nicht endgültig verfestigte Untergrund der Stadt bekommt keinen Nachschub mehr und lässt das Gebiet allmählich absinken. Zusätzliche Grundwasserentnahme und Verdichtung durch Bebauumg führen zu weiteren Absenkungen: Keine Zukunft für New Orleans auf längere Sicht ohne gewaltige Anstrengungen.

Bangladesh

Das Gleiche wie für New Orleans gilt für das gigantische Delta der Riesenflüsse Ganges und Bramaputra, die zwar riesige Mengen Schwemm- und Schottermaterial aus dem Himalaya herantransportieren.

Diese stehen aber durch die Regulierung nicht mehr wie früher zum Aufbau des Deltas zur Verfügung und stellen hier in Bangladesh für eine weiter anwachsende Bevölkerung eine fragwürdige Heimat dar.

Ohne weltweit große Anstrengungen bzw. Umsiedlungsmaßnahmen geht dort

die menschengemachte, aber nicht durch CO2 verursachte Tragödie weiter.

Eine wissenschaftlich fundierte Arbeit beschäftigt sich mit den ausführlichen Zusammenhängen dieser Landabsenkungen:

Küstenmetropolen senken sich teils massiv

Meeresspiegel in der Vergangenheit

Wirklich katastrophale Meeresspiegelanstiege gab es nach der letzten Eiszeit, als der jährliche Anstieg teilweise mehr als das 10-fache vom heutigen Wert betrug.

Ausgehend von einem etwa 125m tieferen Meeresspiegel -weil gewaltige Wassermengen in den riesigen Eispanzern auf den Kontinenten gespeichert waren- tauten die Eismassen mit der Wiedererwärmung teilweise sehr schnell ab und führten weltweit zu raschen und ausgedehnten Überflutungen

Nicht nur in der Bibel wird uns die Geschichte einer Sintflut erählt, sondern weltweit kommen in den Überlieferungen verschiedener Völker Geschichten von gewaltigen Überschwemmungen vor.

Wie wir auf der folgenden Grafik auch sehen, hat sich der Meeresspiegel in den letzten 6000 Jahren dagegen kaum verändert.

Wenn man dann noch weiß, dass vor etwa 130.000 in der relativen Wärmephase zwischen der letzten und der vorletzten Eiszeit (die Eiszeiten hatten einen Abstand von etwa 100.000 Jahren) der Meeresspiegel um einige Meter höher lag als in der jetzigen Wärmephase und das ohne hohen CO2-Gehalt und ganz ohne menschliches Zutun.

Man weiß das deshalb, da z. B. in Florida 3m über dem Meeresspiegel mehr als 1m dicke versteinerte Korallenbänke aus dieser Zeit gefunden wurden.

                          Anstieg des Meeresspiegels ...

     ...seit 24 000 Jahren                                             ... seit 14 000 Jahren

 

                             Meeresspiegel der Nordsee ...

    ...vor 20 000 Jahren                                            ...vor 13 00 Jahren

 

   ...vor 9 500 Jahren                                                ...vor 8 500 Jahren

 

Meeresspiegel heute und Anstiegsmarken der letzten 23 000 Jahre

Polares Eis

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Meeresspiegel

Nordatlantische Oszillation NAO und Pazifisch Dekadische Oszillation PDO

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