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Für meinen Wohn- und nun auch Heimatort Krün (875m) im Oberen Isartal liegen seit 1946 Schneehöhenmessungen vor. Messpunkt war bis 2005 am Stausee (durch E.ON) und ist seit 2006 am Kanal an der Fischbachalmstraße durch den Hochwassernachrichtendienst Bayern (HND):

Anmerkung zum jetzigen Messpunkt. Bei sonnigem Wetter und nur geringer Schneehöhe wird dort oft keine Schneehöhe mehr beobachtet, während im Ortsbereich und erst recht Richtung Bannwald und Barmsee noch eine größere geschlossene Schneedecke anzutreffen ist.

Im Folgenden sind wegen des außerordentlichen Schneereichtums seit Januar 2019 einige Grafiken und Anmerkungen mit Datum versehen aufgeführt:

Man sieht, die maximale Schneehöhe in Krün schwankt sehr stark von Jahr zu Jahr seit dem Beobachtungsbeginn 1946, also vor jetzt 75 Jahren.

Das absolute Maximum von 152 cm wurde im Januar 2019 erreicht

(2020 mit 27cm hatte gleich danach deutlich weniger Schnee, war trotzdem nicht das Jahr mit dem niedrigsten Maximum, sondern es gab in nahezu regelmäßiger Abfolge seit 1946 folgende Jahre mit einem noch tieferem Maximum:

1957: 18cm      1972: 25cm     1990: 23cm     2010: 25cm)

und schon wieder ist das Jahr 2021 mit einem hohen Maxwert von 87cm wieder unter den Spitzenwerten

 

Nun zu allen Monaten mit Schneedecke in Krün:

 

Januar seit 1946

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Der Januar 2021 reiht sich in eine Reihe schneereicher Monate ein und wurde nur 18mal seit 1946 übertroffen. Im Umkehrschluss kann man festhalten, dass in 57 von 75 Jahren seit 1946 im Januar weniger Schnee lag als in diesem Jahr 2021.

Februar seit 1946

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Der niederschlagsarme, im Temperaturverlauf sehr wechselhafte Februar 2021 (eine Woche war extrem kalt, eine Woche extrem warm) hatte an der sonnigen Messstelle in Krün am Kanal nicht viel Schnee vorzuweisen. Allerdings ist dazu anzumerken, dass außerhalb des Ortes in Richtung Barmsee auf etwa gleicher Meereshöhe ein ganz anderer Wert der monatlichen Schneesumme zusammengekommen ist, der nach groben Schätzungen etwa 600 cm betrug.

Seit dem Umzug der Beobachtungsstelle an die Fischbachalmstraße gab es aber wie im gesamten Beobachtungszeitraum seit 1946 große Schwankungen, wobei auch vor 2006 der Wert einige Male unter dem diesjährigen niedrigen Wert von 94 cm lag. Im gesamten Beobachtungszeitraum seit 1946 wurde der Wert von 2021 zehn Mal unterboten.

Dabei sollte immer berücksichtigt werden, dass der Höchstwert der gesamten 76-jährigen Reihe im Jahre 2019, also erst vor 2 Jahren  mit 2339 cm aufgetreten war!

Maerz seit 1946

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Im März ist die Höhe der Schneesumme alles andere als gleichförmig. Über den gesamten Beobachtungszeitraum seit 1946 gab es starke Schwankungen mit einem herausragenden Maximum 1982 mit 2023 cm und dem einzigen schneefreien März 1959!

Die Tendenz zu weniger Schnee im März seit 2007 könnte durch die Stationsverlegung vom Stausee in Krün zum Kanal an der Fischbachalmstraße begründet sein. Dieser neue Meßpunkt liegt an einem nach Süden geneigten Hang und ist der Märzsonne sicher mehr ausgesetzt ais der vorherige Standort am Stausee.

Trotzdem schaffte es der März 2021 noch zu einem 25. Platz in einer 76-jährigen Reihe seit 1946. Mit anderen Worten: In 52 Jahren seit Beobachtungebeginn 1946 gab es weniger März-Schnee als 2021. Kein Argument für: Immer weniger Schnee!

April seit 1946

Im April gab es in den Jahren ab 1954, besonders aber zwischen 1965 und 1982, also in dem kälteren Zeitabschnitt des 20.Jahrhunderts häufiger schneereiche Frühlingsmonate, hier April-Monate. Davor und danach gab es kräftige Schwankungen im Schneereichtum, wobei 13 von 76 Monaten sogar völlig ohne Schneedecke blieben.

Während die letzten drei Jahre dieser 76-jährigen Reihe von 2018 bis 2020 von überschlauen Klimaforschern gleich wieder "dem Klimawandel" zugeordnet wurden, waren die vielen Einzelmonate davor und die dreijährige Folge zu Beginn des Beobachtungszeitraums 1946 bis 1948 natürlich Zufall. Das das Ganze doch nicht so einfach ist, zeigt uns der April 2021, der sich gut in das Gesamtbild einordnet.

Der April 2021 hat sich mit seinen 67cm Schneesumme nur aus der ersten Aprilhälfte schon unter die 20 schneereichsten Monate der Gesamtreihe gehievt und die polynomische Kurve zeigt nach dem Maximum Ende der 1970er Jahre und den Minima am Anfang des Beobachtungszeitraums sowie um 2010 derzeit wieder eine ansteigende Tendenz .

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Mai seit 1946

Wie man leicht sieht, kommen auch im Wonnemonat Mai in Krün zwar selten, aber doch ab und zu stattliche Schneehöhen zustande, besinders im Vorjahr mit neuem Höchstwert

Als Anmerkung füge ich hier noch das außergewöhnliche Ereignis vom 2. Juni 1962 mit 4cm Schneehöhe hinzu.

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Nun noch die Schneedaten für Krün für die letzten 3 Monate des Jahres seit 1946:

Oktober seit 1946

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Im Oktober gibt es auch einige Jahre mit Schneedecke, die seit 2007 wieder vermehrt auftraten. 2020 schneite es am 25.September einmal ziemlich frühzeitig im Jahr und es blieb auch etwas Schnee liegen. (Bild mit frdl. Genehmigung von Fam. Bues)

Zum Ablesetermin am Folgetag was er allerdings wieder getaut, so dass er nicht in die Statistik eingeht, jedoch nach dem noch zu Monatsmitte sehr warmem September 2020 in Erinnerung bleibt

November seit 1946

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Der November hatte in Krün 1999 sehr viel Schnee. In den letzten Jahren ist das Niveau wieder auf das von Mitte des 20. Jahrhunderts zurückgegangen.

Dezember seit 1946

Der Dezember weist eine große Schwankungsbreite auf mit einzelnen sehr schneereichen Jahren zwischen 1962 und 1981.

Die letzten Jahre ähneln in etwa dem tiefen Niveau der 50er Jahre. Also auch hier kein eindeutiger Trend zu immer weniger Schnee.

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Schneesumme (aufsummierte tägliche Schneehöhe)

für den Kernwinter, die 3 eigentlichen Wintermonate Dezember, Januar und Februar:

Der letzte Kernwinter 2020/2021 war etwas schneeärmer als der Durchschnitt  wurde aber noch von 29 (38%) schneeärmeren Wintern unterboten. Der vorletzte Kernwinter 2019/2020 war sehr schneearm, aber er wurde noch von den Wintern 1973 und 1990 unterboten und unterschied sich auch kaum vom Winter 1957!

Zu beachten bleibt immer der 3.letzte Winter 2018/2019, der in der Reihe seit 1946 bei den schneereichsten Kernwintern mit Abstand nach unten an dritter Stelle steht und nur knapp hinter den beiden schneereichen Wintern 1981 und 1982 liegt.

 

für den erweiterten Winter von November bis März:

Der letzte erweiterte Winter mit den Monaten November bis März 2020/2021 war etwas schneeärmer als der Durchschnitt  wurde aber noch von 33 (44%) schneeärmeren Wintern unterboten. Der vorletzte erweiterte Winter 2019/2020 war sehr schneearm, aber er wurde noch von den Wintern 1973 und 1990 unterboten und unterschied sich auch kaum vom Winter 1957!

Zu beachten bleibt immer der drittletzte Winter 2018/2019, der in der Reihe seit 1946 bei den schneereichsten erweiterten Wintern an vierter Stelle steht.

für die 8 Monate von Oktober bis Mai, wo sich z.B. in Krün eine Schneedecke ausbilden kann:

Die 8 Monate von Oktober bis Mai wurden seit 1946 in 33 von 76 Beobachtungsjahren unterboten was die Schneesumme (Stand: 9.4.2021) angeht.

Das vorletzte Winterhalbjahr 2019/2020 war sehr schneearm, aber es wurde noch vom Winter 1990/1991 unterboten! (Stand: 30.April 2020)

Sehr deutlich wird in diesen Grafiken, dass es auch im gesamten Beobachtungs-Zeitraum seit 1946 immer wieder schneearme Winter gegeben hat. Dazwischen gab es wenige schneereiche Winter. Warum der schneereiche Winter 2018/2019 nun unbedingt einem menschengemachten globalen Klimawandel zugeschrieben werden soll, wie es zuletzt in den Medien von sog. Klimaforschern verbreitet wurde, bleibt mir ein Rätsel.

Interessant ist im Zusammenhang mit dieser Statistik eine Aufstellung der Entwicklung der globalen Winterschneeausbreitung:

Genau im Jahr der größten Schneesumme in Krün (1981) war die globale Schneedeckenausbreitung auf einem Minimum!

s. hier

Weiße Weihnachten

(Definition für Weiße Weihnachten: alle 3 Tage vom 24. bis 26. Dezember mit geschlossener Schneedecke von mindestens 1cm um 07 Uhr MEZ)

Weiße Weihnachten gab es im 875m hoch gelegenen Krün in 47 von 73 Jahren seit 1946, also in 65% der letzten 73 Jahre, und zwar:

 

1946,1947,1948,

1950,1952,1953,1954,1956,1958,1959,

1960,1962,1963,1964,1966,1968,1969,

1970,1971,1972,1974,1975,1976,1979,

1980,1981,1982,1984,1986,1988,

1990,1991,1992,1994,1996,1998,1999,

2001,2003,2004,2005,2006,2007,

2010,2011,2012,2017,

 

Obwohl 2018 in Krün fast an drei Weihnachtstagen eine geschlossene Schneedecke lag, geht dieses Jahr nicht als "Weiße Weihnacht" in die Statistik ein, da der Schneefall am 24.12.2018 erst um 8 Uhr begann und eine geschlossene Schneedecke liegenblieb.

Ein kurioser Tag, der 24. Dezember 2018: Nach 11 Wintertagen und 3 Tagen Tauwetter fielen 35mm Regen in der Nacht und am frühen Morgen des 24. Dezember. Dann begann es nach einem Temperatursturz von 8 Grad um 5 Uhr auf 1 Grad um 7 Uhr zu schneien und brachte am Vormittag etwa 10 cm Schnee zusammen. Auch am 25. und 26.12. konnte jeweils um 7 Uhr früh eine geschlossene, wenn auch dünne Schneedecke beobachtet werden.

Die Bedingungen für eine "Weiße Weihnacht" wurden damit äußerst knapp verfehlt!

Im Gegensatz dazu verfehlte Weihnachten 2019 das Prädikat "ohne Schnee" nur knapp, da am 2. Weihnachtsfeiertag immerhin 1cm Schnee gemessen werden konnte.

Gar kein Schnee an den 3 Weihnachtstagen war in 15 von 73 Jahren, also in immerhin 20% der Fälle zu verzeichnen:

1951,1955,1957,

1977,

1985,1987,1989,

1997,

2000,2002,2008,2009,

2014,2015,2016!

Also auch diese schneelosen Weihnachtstage sind recht gleichmäßig seit Messbeginn aufgetreten

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Daten der letzten 76 Jahre der Zugspitze:

Stand:07.04.2021

Man sieht schön ein Auf und Ab der Schneesummen (Aufsummierung der täglichen Schneehöhe in cm)

Wichtigste Erkenntnis: Auch früher gab es Jahre mit wenig Schnee!

Der Wert für 2021 wird sich noch verändern, da bis Ende 2021 mit dem Mittel der letzten 75 Jahre berechnet wurde.

 

Entwicklung der Schneedecke auf der Zugspitze im Sommer seit 1946

Schneehöhe auf der Zugspitze am 1. Juni 2020 nur 215cm. Das ist seit Beginn der vergleichbaren Messreihe seit 1946 13 mal unterboten, aber 63 mal überboten worden. Es liegt also 2020 wenig Schnee auf Deutschlands höchstem Berg, nicht verwunderlich nach den trockenen Winter- und Frühjahrsmonaten. Trotzdem ist der Wert aber nicht rekordverdächtig niedrig, denn allein in den Jahren von 1946 bis 1972 gab es 9 Jahre mit weniger Schnee als 2020 zu diesem Zeitpunkt.

Genauso muss man daran denken, dass genau ein Jahr vorher, am 1. Juni 2019 die Schneehöhe 635cm betrug! Dieser Wert ist mit Abstand der zweithöchste seit 1946 gewesen und wurde nur 1965 mit 670 cm überboten!

Sehr wenig Schnee (95cm) auf Deutschlands höchstem Berg im Jahr 2020. Trotzdem ist der Wert aber nicht rekordverdächtig niedrig, denn allein in den Jahren von 1946 bis 1964 gab es 10 Jahre, im gesamten Zeitraum seit 1946 13 Jahre mit weniger Schnee als 2020 zu diesem Zeitpunkt. Die Schwankungsbreite ist dabei sehr hoch.

Interessant ist dabei, dass 1 Jahr nach dem Jahrhundertwinter 1962/1963 am 1. Juli 1964 gar kein Schnee mehr von der Zugspitze gemeldet wurde, nach dem sehr milden Winter 1974 dagegen der Rekordwert von 480cm zu diesem Zeitpunkt.

Gletscherschmelze Zugspitze

Hier nun eine Statistik mit umgekehrter Fragestellung:

Die Tage ohne Schneedecke sind für den Gletscher wichtig, da nur an diesen Tagen ein Gletscher schmelzen kann.

Zwischen 1984 und 2006 stieg zwar die Anzahl der Tage ohne Schneedecke! Aber die Jahre vor 1965 zeigten mit wenigen Ausnahmen teilweise deutlich mehr schneefreie Tage auf der Zugspitze.

Die Trendlinie startet 1946 bei einem Mittelwert von über 60 Tagen 1946, wobei im heißen Sommer von 1959 ein Höchstwert von 94 schneefreien Tagen auf der Zugspitze erreicht wird, also der schlechteste Sommer für den Zugspitzgletscher in den 76 Jahren seit 1946 war.

Zwischen 1965 bis 1986 folgten mit wenigen Ausnahmen ziemlich schneereiche Sommer, wobei zwischen 1974 und 1982 der Schnee auch im Sommer durchweg den Gletscher bedeckte und somit vor dem Abschmelzen schützte.

 

Auf der folgenden Grafik gehen wir noch weiter zurück bis zum Beginn der Messungen 1901:

 

Bis auf wenige Ausreißer kann man den gesamten Zeitraum von 1901 bis 1965 als wenig Gletscher-freundlich bezeichnen. Bereits in diesem Zeitraum wurde der größte Teil des Gletschers auf der Zugspitze Opfer von schneefreien Sommern.

Er übertraf das derzeitige Maximum zwischen 2003 und 2020 deutlich. Wir sehen jetzt nur die Fortsetzung des damals einsetzenden Schmelzprozesses nach einem Gletscherhöchststand, der um 1850 stattfand.

Diese Kurve zeigt ein ganz anderes Bild als das, was wir immer wieder von Klimaforschern hören:

Es gibt keinen eindeutigen Trend zu immer weniger Schnee, sondern es handelt sich um Klimaschwankungen. Genau das sehen wir auch in den noch weiter zurückreichenden Temperaturkurven.

Und: Eine leichte Tendenz nach unten, also zu weniger Schnee-freien Zeiten ist in der polynomischen Kurve ab 2013 erkennbar!

Also sollten wir doch besser von Klimaschwankungen sprechen und uns auch hier vom alleinigen Verursacher CO2 bzw. Mensch verabschieden!

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Hier noch einige Einzelmeldungen vom Zugspitzschnee:

21. März 2020:

Zum Frühlingsanfang 2020, nach einem schneearmen und sehr milden Winter, werden von der Zugspitze 355 cm Schnee gemeldet. Im 76-jährigen Zeitraum seit 1946 entspricht das zu diesem Zeitpunkt fast genau dem Mittelwert von 357 cm. In 35 Jahren lag mehr, in 40 Jahren weniger Schnee zu diesem Zeitpunkt.

31. Oktober 2019:

 
40cm Schnee werden heute von der Zugspitze gemeldet. Der Vergleich mit den 74 Jahren seit 1945 zeigt, dass zu dieser Zeit nur in 33 Jahren die Schneedecke höher war, aber in 41 Jahren weniger Schnee von dort gemeldet wurde! Keine derartige Schlagzeile findet man in den Medien darüber.
 

31.Juli 2019:

Nachdem auch der Juli in Deutschland etwa 2 Grad gegenüber dem Mittel von 1961 bis 1990 (das war allerding die kälteste Zeit des 20.Jahrhunderts) zu warm war und am 25. Juli sogar an vielen Orten in Westdeutschland und seinen westlichen Nachbarn Rekordmaxima um 40 Grad gebracht hatte, ist man über die Schneesituation Ende Juli auf der Zugspitze erstaunt :

Schneehöhe 90cm bedeutet gleichzeitig, dass in nur 19 Jahren seit 1946 zu diesem Zeitpunkt mehr Schnee von der Zugspitze gemeldet wurde als in diesem Jahr, aber in 55 von 74 Jahren weniger Schnee als jetzt. In dem davor liegenden Zeitraum von 1901 bis 1944 gab es sogar nur 3 Jahre mit mehr, dafür aber 41 Jahre mit weniger Schnee.

In 44 Jahren seit 1901 lag zu diesem Zeitpunkt überhaupt kein Schnee mehr!

15.Juli 2019:

Nach dem rekordwarmen Juni mit gleichmäßiger Schneeschmelze auf der Zugspitze macht der Sommer im Juli zunächst eine Pause, so daß z.B. die Schneeschmelze um die Monatsmitte unterbrochen wird und sogar eine kleine Schneeauflage bekommt.

Für den 15 Juli 2019 mit 202cm gilt somit, dass nur 13 Jahre seit 1946, und wenn wir weiter zurückgehen nur 3 weitere Jahre seit 1901 mehr Schnee zu diesem Zeitpunkt aufwiesen als 2019, aber und das ist wichtig:

In 105 Jahren von 119 Jahren seit 1901 lag zu diesem Zeitpunkt weniger oder gar kein

Schnee (27 von 119 Jahren schon kein Schnee mehr) auf der Messstelle der Zugspitze!!!

Mai 2019:

Mit 645 cm ist die Schneehöhe am 30. Mai 2019 höher als an fast allen Tagen Ende Mai seit Beginn der regelmäßigen Messungen 1901 und gleichzeitig der höchste Werte für dieses Jahr.

Nur der Mai 1965 brachte vergleichbare Werte mit einer Schneehöhe am 29.05.1965 von 630 cm, am 30. und 31. Mai 1965  sogar 650cm.

Davor am 12.05.1965 gab es den Spitzenwert von 740 cm und am 1. und 12. Juni 1965 wurden noch einmal jeweils 670 cm gemeldet.

Ein schlechtes Omen, denn es folgte ein kühler und niederschlagsreicher Sommer 1965.

1999 erreichte die Schneehöhe am 23. Mai mit 610 cm den höchsten Wert! Nachfolgender Regen mit Tauwetter sorgte danach teilweise für eine Überschwemmungskatastrophe am Alpenrand.

Januar 2019:

Nach dem schneereichen Winter2017/2018 (s.u.) folgte bekanntermaßen ein heißes und trockenes Sommerhalbjahr 2018, so dass die Schneehöhen von April 2018 bis einschließlich Dezember 2018 niedriger als im Mittel waren und die Gletscherschmelze im Sommer durch viele (67) schneefreie Tage  weitergehen konnte.

Erst mit dem Jahreswechsel 2018/2019 stiegen die Schneehöhen rasch an, so dass  für  den Winter 2019 gilt:

Tag / Monat                                                Anzahl der Jahre von 1945 bis 2019

                                                                       mit   mehr  bzw.  weniger  Schnee als 2019

Januar 2019                                                                                   13                     61

Februar 2019                                                                                  13                     62

März 2019                                                                                       20                     55

April 2019                                                                                        27                     48

Mai 2019                                                                                            5                     70  

Juni 2019                                                                                            5                     70                                                                                      

Juli 2019                                                                                           16                     58   

  

Aus dem Vorjahr (2018):

April 2018:

Auch schon das Winterhalbjahr 2017/18 war in Hochlagen der Alpen (z.B. Zugspitze) sehr schneereich :

Monat                          

Anzahl der Jahre von 1945 bis 2018       mit   mehr  bzw.  weniger  Schnee als 2017/2018

September  2017                                                    25                 46

Oktober 2017                                                          27                 45

November 2017                                                     17                 55

Dezember 2017                                                      17                 55

Januar 2018                                                             12                 62

Februar 2018                                                           15                 58

März 2018                                                                 23                 51

Darunter gab es immer wieder einzelne Tage mit bisher (seit 1945) noch nicht erreichten Schneehöhen:

14. November 2017                230cm                    03                 70

23. Januar 2018                        475cm                    03                 70

24. Januar 2018                        455cm                    03                 70 

 

Im Klartext:

Z.B. für den 23. Januar 2018 bedeutet die Schneehöhe von 475 cm,

dass nur in 3 Jahren an diesem Tag mehr oder genausoviel Schnee von der Zugspitze gemeldet wurde,

aber in 70 Jahren in dem Zeitraum von 1945 bis 2017 weniger als 2018!

 

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Schneehöhe aktuell

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Aktuelles Wetter in Krün

Daten vom Hochwassernachrichtendienst Bayern:

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Niederschlag Krün letzte 7 Tage

Niederschlagsumme Krün letzte 30 Tage

Niederschlagsumme Krün letzte 90 Tage

Niederschlag Krün seit einem Jahr

Niederschlag Krün seit 1999

Niederschlag Krün seit 1961

SchneehöheKrün

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Schneehöhe aktuell

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Wichtig für die Schneehöhen vom Hochwassernachrichtendienst zu wissen: Schneehöhen <5cm werden nicht übermittelt!

Schneehöhe Krün letzte 2 Tage                    letzte Woche

 

Schneehöhe in Krün (Tabelle)

 

Schneehöhe Krün letzte 30 Tage

Schneehöhe Krün letzte 90 Tage

Schneehöhe Krün seit einem Jahr

Schneehöhe Krün seit 2011

Niederschlag aktuell

Schneehöhe aktuell

Krün Buckelwiesen Kranzberg Markklamm GAP Zugspitze

SchneehöheKrün Klimabetrachtungen

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Schneehöhe Buckelwiesen

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Schneehöhe Buckelwiesen letzte 2 Tage                    letzte Woche

 

Schneehöhe Buckelwiesen (Tabelle)

 

Schneehöhe Buckelwiesen letzte 30 Tage

Schneehöhe Buckelwiesen letzte 90 Tage

Schneehöhe Buckelwiesen seit einem Jahr

Schneehöhe Buckelwiesen seit 2011

Schneehöhe Kranzberg

 

Niederschlag aktuell

Schneehöhe aktuell

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Schneehöhe Kranzberg

letzte 7 Tage                                                                 letzte 30 Tage

 

 

          letzte 90 Tage                                                   seit einem Jahr

 

 

 

Schneehöhe Kranzberg seit 2005

Schneehöhe Markklamm

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Wichtig für die Schneehöhen vom Hochwassernachrichtendienst zu wissen: Schneehöhen <5cm werden nicht übermittelt!

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Schneehöhe Markklamm letzte 30 Tage

Schneehöhe Markklamm letzte 90 Tage

Schneehöhe Markklamm seit einem Jahr

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Schneehöhe GAP letzte 30 Tage

Schneehöhe GAP letzte 90 Tage

Schneehöhe GAP seit einem Jahr

Schneehöhe GAP seit 2008

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          letzte 90 Tage                                                   seit einem Jahr

 

 

 

Schneehöhe Zugspitze seit 1937

 

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Winter 2019

Hier nochmal die Rekordwerte von 2019 im einzelnen:

Vom 10. bis 13. Januar 2019 wurde der Allzeitschneerekord von Krün seit Beobachtungsbeginn 1946

vom 21.01.1981 mit damals 106cm täglich deutlich überboten:

13. Januar 140cm, 12. Januar 152cm, 11. Januar 143cm, 10. Januar 141cm.

Und auch im Mai 2019 ist der Winter zäh:

Am 5. und 6.Mai 2019 lag eine geschlossene Schneedecke von 17 bzw. 16cm, die nur zögernd wieder schmolz und auch der 15.Mai 2019 brachte noch einmal 3 cm Schnee, die allerdings nicht offiziell vom Meßnetz des HND bestätigt wurde, da dort nur Schneehöhen über 5cm erfasst werden.

Aber auch ohne den letzten Wert (wegen der Vergleichbarkeit der Daten habe ich ihn weggelassen) ist der Mai 2019 mit einer Schneesumme von 33cm der schneereichste Mai (s.u.) seit Beginn der Messungen 1946!

Im Januar und auch im Februar 2019 gab es immer wieder Schneehöhen über dem alten Höchstwert vom 21.01.1981 mit 106 cm

(in rot, s.u.).

Vorher gab es in der Messreihe von Krün seit 1946 nur 5 weitereTage mit Schneehöhen gleich oder über 100 cm:

21.01.1981: 106 cm, 02.12.1962: 105 cm, 21.02.1952: 103 cm, 10.02.1952: 100 cm,19.02.1999: 100 cm

28.02.2019: Auch der Februar 2019 reiht sich gleich hinter dem Januar 2019 an die 2. Stelle der Rekordmonate beim Schnee ein:

Februar 2019: 2339 cm

31.01.2019: Die Schneesumme (Summe der täglich gemessenen Schneehöhe) in Krün für Januar  2019

hat mit 2810 cm einen Höchstwert erreicht, der deutlich über den bisher erreichten Monats-Maxima seit 1946 liegt:

      Februar 1952:       2283 cm   (bis 28.Februar für die Vergleichbarkeit; bis zum 29.02.1952: 2349cm)

und        Januar   1981:      2256 cm

Mo 14.01.2019:

Durch 20mm Regen und Temperaturen von plus 3,5 Grad in der Nacht von Sonntag (13.01.) auf Montag (14.01.) sackte die Schneedecke auf 105cm zusammen und wird durch die Frosttemperaturen heute zu "Betonschnee".

Vom 10. bis 13. Januar 2019 wurde der Allzeitschneerekord von Krün seit Beobachtungsbeginn 1946

vom 21.01.1981 mit damals 106cm täglich deutlich überboten:

13. Januar 140cm, 12. Januar 152cm, 11. Januar 143cm, 10. Januar 141cm.

In Krün lag im Winter  2018/2019 nach kurzem Intermezzo Ende November und kurzen Unterbrechungen im Dezember seit dem 30.12. bis 15.03. eine geschlossene Schneedecke mit folgenden Schneehöhen:

 

Tag  Jan 1    2   3   4   5   6   7    8   9   10    11   12   13    14   15   16   17  18   19 20 21 22 23 24  25   26   27  28  29  30  31

cm         11 17 30 24 27 85 86 76 93 141 143 152 140 105 108 102 102 100 98 96 96 94 94 90 105 112 102 98 101 92 90      

Tag Feb 1    2    3     4     5     6      7    8    9  10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28

cm         90 85 112 116 113 105 101 95 93 93 87 93 98 86 84 80 80 75 72 70 70 68 65 65 62 60 60 55

Tag  März 1   2   3   4   5   6   7    8   9  10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31

cm            53 43 39 38 36 36 28 25 20 16 14 21 15 17 13  R   R   7   R   R  R   R   R   R   R   R   R   R   R   R   R

Die Schneehöhen ab dem 16.3. habe ich hier wenn keine Schneedecke von der sonnigen Station Krün gemeldet wurde, mit R für Reste gekennzeichnet. Diese Angabe ist für den Innenbereich von Krün repräsentativ. Begibt man sich dagegen in Richtung Bannwald bzw. Barmsee so ist zu diesem Zeitpunkt dort noch eine geschlossenene mächtige Schneedecke zwischen 10 und 40cm vorhanden. Einen Eindruck davon erhält man, wenn man sich die Schneehöhen für die Station Kranzberg ansieht:

SchneehöheKranzberg aktuell

Wenn man meint, früher lag immer mehr Schnee als zur Zeit, dem sagt die Statistik der Krüner Daten etwas anderes:

Für die 74 Jahre seit 1946 gilt für diese Wintertage 2018/2019:

z.B. für den 01.03.2019: am 01.03. lag in 9 Jahren mehr und in 65 Jahren weniger Schnee als in diesem Jahr

Tag     März  1   2   3   4   5    6   7   8   9   10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31

mehr            9   12 17 17 16 17 21 23 27 26 29 24 27 28 27 44 39 35 40 42       

weniger       65 59 57 56 57 57 50 50 47 46 45 50 47 46 47  1   1  39  1    1    

 Für die gesamten Wintermonate gilt seit 1946:

            Dez 2018   Jan 2019  Feb 2019 März 2019

mehr         41              00            00             29

weniger    20              74            74             27

Winter 2018:

 

1. April 2018:

In Krün lag nach dem schneereichen Januar 2017 und einigen zaghaften Versuchen Anfang und Mitte November seit dem 26. November 2017 fast ununterbrochen eine geschlossene Schneedecke, die erst Anfang März 2018 verschwand. Aber im benachbarten, etwa 300m höher liegendem Leutaschtal konnte man noch Ende März 2018 fast 1m Schnee beobachten.

(nur an der sehr sonnigen Messstelle des HND am Überleitungskanal an der Fischbachalmstraße war zeigte die Messung für einige Januartage zwischen dem 10.01. und 16.01. keine Schneedecke mehr an, während Richtung Barmsee der Schnee nicht verschwand)

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